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Orientierungswert steigt 2027 um 2,2 Prozent auf 13,0207 Cent

Vertragsärzte und Psychotherapeuten erhalten 2027 je Leistungspunkt 13,0207 Cent statt 12,7404 Cent. Auf diese Anhebung um 2,2 Prozent haben sich KBV und GKV-Spitzenverband am 23. September 2026 im Bewertungsausschuss geeinigt. Die Kassen beziffern das Plus auf 1,1 Milliarden Euro, in die ambulante Versorgung fließen 2027 mehr als 50 Milliarden Euro.

Von Dr. Matthias Rohde, Redaktion Medizinkosmos: Versorgung, Regeln, Honorare, Nachfolge, Köpfe der Heilberufe

Orientierungswert steigt 2027 um 2,2 Prozent auf 13,0207 Cent
Symbolbild: Medizinkosmos (KI-generiert)

Der Orientierungswert für ärztliche und psychotherapeutische Leistungen steigt zum 1. Januar 2027 um 2,2 Prozent auf 13,0207 Cent je Punkt. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband am 23. September 2026 im Bewertungsausschuss geeinigt, 2026 liegt der Wert bei 12,7404 Cent. Der GKV-Spitzenverband beziffert die Anhebung auf rund 1,1 Milliarden Euro; insgesamt fließen 2027 mehr als 50 Milliarden Euro in die ambulante Versorgung.

Erstmals galt für die Verhandlung eine gesetzliche Obergrenze. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz koppelt den Anstieg an die Grundlohnrate, die das Bundesgesundheitsministerium für 2027 mit 3,42 Prozent festgelegt hat. Die vereinbarten 2,2 Prozent liegen darunter, die Sorge, dass der Deckel schon 2027 die Honorarentwicklung kappt, hat sich damit nicht bestätigt.

Vereinbart wurde außerdem die morbiditätsbedingte Veränderungsrate für 2027: im Bundesdurchschnitt 0,41 Prozent, zusammengesetzt aus einer Demografierate von 0,07 Prozent und einer diagnosebezogenen Rate von 0,75 Prozent. Die regionalen Werte verhandeln die Kassenärztlichen Vereinigungen mit den Landesverbänden der Kassen. KBV-Chef Andreas Gassen nannte das Ergebnis „wahrlich kein Jubelergebnis".

Was das für Praxen heißt

Der Punktwert ist nur der erste Teil der Rechnung. Ab 2027 fallen nach dem Spargesetz Zuschläge weg, und bisher extrabudgetäre Leistungen wie ambulante Operationen und Früherkennung wandern zurück in die mengenbegrenzte Vergütung. Praxen sollten ihre Abrechnung 2026 daraufhin durchgehen, welcher Umsatzanteil heute außerhalb des Budgets liegt. Dort entscheidet sich, ob die 2,2 Prozent am Ende ein Plus oder ein Minus sind.

Quellen

Laut Medizinkosmos

„Vertragsärzte und Psychotherapeuten erhalten 2027 je Leistungspunkt 13,0207 Cent statt 12,7404 Cent. Auf diese Anhebung um 2,2 Prozent haben sich KBV und GKV-Spitzenverband am 23. September 2026 im Bewertungsausschuss geeinigt. Die Kassen beziffern das Plus auf 1,1 Milliarden Euro, in die ambulante Versorgung fließen 2027 mehr als 50 Milliarden Euro.“

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